Serenon Verlag

Frank Freiberger · Sachbuch

Trinkst du mehr, als du eigentlich willst?

Dem Alkohol die Macht nehmen

Die Sinclair-Methode – wie ein medikamentengestützter Ansatz dabei helfen kann, weniger zu trinken oder ganz aufzuhören.

Sinclair-Methode 39 Kapitel Softcover & E-Book
Buchcover: Dem Alkohol die Macht nehmen von Frank Freiberger
„Die Methode hat mir meine Würde zurückgegeben. Ich war nicht charakterschwach – ich war krank."
Anja L. · Betroffene
„Die Sucht ist ein Monster. Du kannst die disziplinierteste Person der Welt sein – wenn es dich erwischt, hat es dich."
Claudia Christian · Schauspielerin

Worum es geht

Weniger trinken oder ganz aufhören – ohne die Forderung, in jedem Fall sofort vollständig aufzuhören.

Kennst du das ungute Gefühl, wenn du öfter zum Glas greifst, als es dir guttut? Damit bist du nicht allein. Auch ich trank in einer Phase meines Lebens, während der Corona-Pandemie, plötzlich zu viel. Ich wollte meinen Umgang mit Alkohol wieder in den Griff bekommen – aber nicht den Rest meines Lebens auf ein Glas Wein verzichten. Vor allem wollte ich wieder selbst bestimmen, ob ich etwas trinke.

Doch wie sollte mir das gelingen? Im deutschsprachigen Raum gilt konsequente Abstinenz nach wie vor als Goldstandard der Behandlung. Allerdings werden viele Betroffene leider irgendwann rückfällig, weil das Verlangen nach Alkohol zu stark wird.

Auf der Suche nach einem anderen Weg stieß ich auf die Sinclair-Methode: ein Ansatz, der auf jahrzehntelanger Forschung zum Lernverhalten beim Alkoholkonsum basiert. Das schafft den Raum, um ungesunde Gewohnheiten durch gesündere zu ersetzen. Die Methode wird in den USA seit 1984 angewendet und ist Gegenstand zahlreicher Studien. Hierzulande liest man zwar ab und zu von der „Tablette gegen Alkohol“, die Therapie ist allerdings noch ziemlich unbekannt. Der im Buch beschriebene Ansatz allein verändert nichts von selbst, aber er kann manchen Menschen den Weg erleichtern, um eine Veränderung überhaupt nachhaltig zu schaffen.

Ohne die Sinclair-Methode wäre ich vermutlich abhängig geworden. Heute verspüre ich keinen Drang mehr zu trinken. Ich kann wieder einen Wein genießen, ohne dass daraus jedes Mal zwangsläufig mehrere werden. Das heißt keinesfalls, dass ich die Zeit zurückdrehen konnte und alles wieder wie früher ist. Ich weiß heute viel mehr darüber, wie Alkohol wirkt, und habe andere Wege gelernt, um mich zu entspannen.

Das überrascht, denn Menschen mit Alkoholproblemen wird immer gesagt, lebenslange Abstinenz sei ihr einziger Ausweg. Doch viele schreckt der Gedanke ab, nie wieder auch nur einen Schluck trinken zu dürfen.

Es gibt eine Alternative – davon handelt dieses Buch.

(Bei körperlicher Abhängigkeit kann eine medizinisch begleitete Entzugsbehandlung erforderlich sein. Ob eine ambulante oder stationäre Behandlung notwendig ist, muss ärztlich beurteilt werden.)

Hintergrund

Ein unterschätztes Problem

8,6 Mio.
Menschen in Deutschland trinken gefährlich viel Alkohol.
2,2 Mio.
erfüllen die Kriterien einer Abhängigkeit.
40–60 %*
scheitern langfristig beim klassischen Alkoholentzug – je nach Studie.

* Rückfälle kommen bei Alkoholabhängigkeit häufig vor. Wie hoch das Rückfallrisiko ist, hängt unter anderem von der Schwere der Erkrankung, der Behandlung, der psychosozialen Unterstützung und dem Beobachtungszeitraum ab.

Die Dunkelziffer liegt hoch, denn aus Scham und Angst vor Stigmatisierung trinken viele Betroffene heimlich und tauchen in keiner Statistik auf.

Bei der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Alkoholabhängigkeit spielen neben biologischen, psychischen und sozialen Faktoren auch Lern- und Belohnungsprozesse eine wichtige Rolle. Bestimmte Medikamente können dazu beitragen, belohnende Effekte, Verlangen und Rückfallrisiken zu beeinflussen. Dazu ist es nicht nötig, von einem auf den anderen Tag ganz auf Alkohol zu verzichten. Die Behandlung kann bei geeigneten Patienten ambulant erfolgen. Naltrexon kann Nebenwirkungen verursachen und ist nicht für jeden Menschen geeignet. Vor Beginn müssen insbesondere mögliche Opioideinnahmen sowie Leber- und Nierenfunktion ärztlich geprüft werden.

Wie die Sinclair-Methode funktioniert →

Das Prinzip

Die Sinclair-Methode
in drei Gedanken

Die Sinclair-Methode setzt genau hier an: Was erlernt wurde, lässt sich auch wieder verlernen – mit einem Medikament, das den Lerneffekt gezielt umkehrt. Kein Entzug, kein Klinikaufenthalt.

01

Eine Tablette, eine Stunde vorher

Die Methode koppelt die Anwendung gezielt an Trinksituationen.

02

Das Gehirn verlernt

Der Wirkstoff kann bei erfolgreicher Anwendung den Belohnungsmechanismus von Alkohol im Gehirn unterbrechen. Mit jeder Wiederholung schwächt sich die erlernte Verknüpfung ab.

03

Im eigenen Tempo

Bei vielen Patienten nehmen Verlangen und Alkoholkonsum im Verlauf der Behandlung ab. Wie stark und wie schnell sich eine Veränderung zeigt, ist individuell unterschiedlich.

Dieses Buch beschreibt eine persönliche Erfahrung und den Stand der Forschung. Es ersetzt keine ärztliche Beratung; die Anwendung von Naltrexon gehört in ärztliche Begleitung.

»Bei keiner anderen Erkrankung würden wir auf die Idee kommen, sie erst im Endstadium zu behandeln, wenn es eigentlich schon zu spät ist.«
Prof. Dr. Falk Kiefer · zitiert in der FAZ

Quelle: FAZ.net, „FDA-Ansatz: Alkoholsucht ohne Abstinenz behandeln – ein Paradigmenwechsel"

Frank Freiberger

Der Autor

Frank Freiberger

Frank Freiberger ist Journalist, Jahrgang 1969 – und schreibt nicht als Mediziner, sondern als jemand, der den Weg mit der Sinclair-Methode selbst gegangen ist. Während der Corona-Pandemie trank er – wie ein Drittel der Deutschen – mehr Alkohol und drohte abhängig zu werden. Er schaffte es, das zu ändern: ohne Klinik, ohne Öffentlichkeit, in seinem eigenen Tempo.

Seitdem fragt er sich, warum so wenige Menschen von einem Ansatz wissen, zu dem es bereits eine ganze Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen gibt. Diese Frage hat ihn nicht losgelassen – und sie ist der Grund für dieses Buch.

Heute hat Alkohol keine Macht mehr über ihn. Er mag selbstgemachte Limonaden und alkoholfreien Apfelwein. Und wenn er mal Wein trinkt, bleibt die früher gewohnte Sogwirkung seither aus.

Sein Ziel: die ehrliche persönliche Geschichte und die belastbare Information zusammenbringen – ohne Klischees, ohne Bekehrungseifer.

Jetzt erhältlich

Dem Alkohol die Macht nehmen

Als Softcover und E-Book, erschienen im Serenon Verlag.

Lieber digital? Auch als E-Book – bei tredition oder für Kindle.

Außerdem im Buchhandel erhältlich – etwa bei buecher.de.

Format
Softcover · 13 × 21 cm
Umfang
157 Seiten
ISBN Softcover
978-3-9828720-0-1
ISBN E-Book
978-3-9828720-1-8
Verlag
Serenon